Freitag, 28. Juni 2013

DAAD


Der DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) bietet jede Menge Stipendien. Sie unterstützen auch Studenten, die im Ausland eine Mischung aus Praktikum und Studium machen wollen. Da ich mich dafür entschieden hatte für ein Jahr nach Schweden zu gehen und in dieser Zeit auch nur zu studieren, kam für mich das Jahresstipendium infrage. Auf der Startseite hat man die Möglichkeit ein Land auszuwählen. Dementsprechend wird man auf eine Informationsseite weitergeleitet und kann sich die für das Land möglichen Stipendien anzeigen lassen. Da ich bereits einen Hochschulabschluss habe, also graduiert bin, musste ich auch das entsprechende Jahresstipendium auswählen. Es gibt auch die Möglichkeit für Studenten ohne Abschluss ein Jahresstipendium zu bekommen. Wenn man das gewünschte Stipendium ausgewählt hat, wird man auf eine weitere Seite weitergeleitet, auf der man alle Informationen zu Bewerbungsablauf, Stipendienhöhe und Voraussetzungen erhalten kann. Die Voraussetzungen sind ziemlich hoch. Es kommt dabei aber nicht nur auf die Noten und Leistung in der Universität an, sondern auch auf das soziale Engagement. Außerdem kann es sich auch positiv auf die Bewerbung auswirken, wenn man in der Freizeit andere Interessen hat, als solche die dem Studienfach entsprechen.


Die Bewerbung verlief bei mir ausschließlich online. Ich musste zuerst einen Online-Antrag stellen, der aber erst vollständig ist, wenn man alle anderen angegebenen Unterlagen nach Bonn geschickt hat. Neben Zeugnissen und Lebenslauf, muss man auch ein mehrseitiges Motivationsschreiben verfassen, indem nicht nur der Grund für das Studium im Ausland zu lesen ist, sondern auch ersichtlich wird, was man bereits für das Auslandsstudium getan hat und was noch getan werden muss. Man sollte also möglichst alle Informationen über die Universität im Ausland haben und welche Voraussetzungen, wie Sprachkenntnisse, diese an seine Bewerber stellt. Wenn man alle Unterlagen vollständig eingesendet hat, wird die Bewerbung im Auswahlverfahren teilnehmen. Wie dieses Auswahlverfahren aussieht, ist davon abhängig für welches Stipendium man sich bewirbt und in welches Land es gehen soll. Aber normalerweise, so auch in meinem Fall, entscheidet eine Kommission von unabhängigen Hochschullehrer/-innen, ehemaligen Stipendiaten und Mitarbeiter/-innen des DAAD. In meinem Fall musste die Bewerbung bis Anfang November (also fast ein ganzes Jahr vor dem Auslandsstudium) eingegangen sein. Den Bescheid, dass meine Bewerbung vollständig ist und an dem Verfahren teilnimmt, bekam ich im Januar. Anfang Februar habe ich dann den Bescheid bekommen ob ich in die zweite Runde gekommen bin oder nicht. In der zweiten Runde wird man zu einem Auswahlgespräch nach Bonn geladen. In meinem Fall, wurde ich eingeladen und das Gespräch fand Mitte-Ende Februar statt. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet eingeladen zu werden. Bei diesem Gespräch sitzt man vor ein paar Hochschullehrer/-innen, Mitarbeiter des DAAD und ehemaligen Stipendiaten. In meinem Gespräch haben nicht alle Hochschullehrer/-innen mit mir gesprochen und Fragen gestellt. Von anderen, die vor mir ein Gespräch hatten erfuhr ich, dass es bei ihnen ebenso war. Im Prinzip stellen nur diejenigen Fragen, die auch etwas mit dem Studienfach oder dem Zielland zu tun haben. Aber Achtung, es werden nicht nur Fragen zum Studienfach und zum Zielland gestellt. Es können auch allgemeine Fragen gestellt werden. Bei mir verlief das Gespräch in drei Sprachen. In Deutsch zu Anfang, dann in Englisch, da der Unterricht auf Englisch gehalten wird und schließlich in Schwedisch. Unter Umständen wird auch ein Sprachtest gemacht, aber in diesem Fall würde man einen Bescheid bekommen. Circa zwei bis drei Wochen nach dem Gespräch bekommt man dann den entscheidenden Bescheid. Bei mir dauerte es drei Wochen. Leider wurde ich nicht ausgewählt. Trotz allem kann man schon stolz auf sich sein, überhaupt zum Gespräch eingeladen worden zu sein. Auch wenn ich das Stipendium nicht bekomme, habe ich nicht aufgeben. Aus finanzieller Sicht ist es schwieriger, aber machbar. Ich setzte mich nun intensiver mit einer Fremdplatzvergabe im Erasmus-Programm auseinander. Mehr Infos dazu, werde ich allerdings erst im nächsten Post geben.
Wie man an dem Bewerbungsdatum des DAAD sehen kann, muss man sich einfach möglichst frühzeitig über ein Auslandsstudium informieren und möglichst frühzeitig Bescheid wissen an welche Uni es gehen soll. Außerdem sollte man sich mehrere Pläne zurecht legen, falls einer 'in die Hose geht'. Aber man sollte bloß nicht aufgeben wenn einer diese Pläne nicht klappt. Wenn man keine Idee mehr hat oder keine anderen Pläne bereit gelegt hat, kann man ja wieder mit Dozenten sprechen oder wieder zum International Office gehen.
Bis zum nächsten Post ....

www.daad.de


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