Das General Information Meeting ist ziemlich praktisch, da man dort zusammengefsst die wichtigsten Informationen erhält, die für einen in den ersten Tagen wichtig sind. Es ist zwar keine Pflichtveranstaltung, allerdings lohnt es sich dorthin zu gehen.
Das wurde mir jedenfalls vor beginn von meinen Koordinatoren gesagt.
Das Meeting fand nicht im Zentrum der Stadt statt. Mit dem
Bus bin ich in die Stadtmitte zur Hauptstelle von Skånetrafiken
um meine Jojo Karte noch einmal aufzuladen und um zu fragen wie ich am Besten zur
LTH (Lunds tekniska högskola) komme. Die LTH liegt hinter der
Universitätsklinik und ist eigentlich ganz schön. Das Gebäude in
dem wir uns treffen sollten war direkt gegenüber von der Haltestelle
an der ich ausstieg. Allerdings war der Eingang erst mal nicht zu
finden und so traf ich die Chinesin Lilli und die Amerikanerin
Rebekka, die ebenfalls den Eingang suchten. Einmal halb um das
Gebäude gelaufen fanden wir den Eingang und gingen direkt hoch in
die sogenannte 'aulan'. Es ist ein großer Hörsaal, der sich
ziemlich schnell mit anderen Studenten füllte und man dann ein großes Gemurmel in verschiedenen Sprachen hören konnte. Deutsche Wortfetzen fing ich schneller auf jedes andere, aber es wurde hauptsächlich Englisch gesprochen.
Dieses Information Meeting war das erste
von drei, die an dem Tag statt finden sollten. Die akademische Zeit
gilt wohl auch in Schweden, denn, wie aus Freiburg bereits gewöhnt, fing
das ganze erst eine viertel Stunde später an. Zuerst stellte sich
eine Repräsentantin der Uni vor, die auch für die Organisation des
Arrival Days zuständig ist. Sie klärte vor allem noch mal darüber
auf wie streng die Uni Plagiate ahndet (wofür es übrigens ein extra
Kapitel im Student Guide gibt). Nach ihr sprach der zuständige des
Rechenzentrums und erklärte vor allem das Problem mit dem Internet
in allen Wohnheimen von AF (also auch meins). Bisher war Internet
nicht im Mietpreis inbegriffen. Das will AF zum Januar 2014 ändern.
Daher gibt es bis dahin theoretisch kein Internet mehr. AF hat aber
eine Abmachung mit Bredband 2 gemacht, damit alle Bewohner der AF
Wohnheime freies Internet bis Januar bekommen. Mitte August bekamen
alle die ein Zimmer bei AF haben eine Mail in der aber erklärt wurde
das alle internationalen Studenten kein Internet haben können, da
sie keine schwedische Sozialnummer haben …. tja … er hat dann uns
gesagt, dass die wieder in Verhandlungen mit bredband 2 sind um
dieses Problem zu klären. Vor ein paar Tagen habe ich eine Mail von
bredband 2 bekommen, dass ich ab dem 23. August Internet Zugang habe.
Also hat die Uni schon alles für mich und alle anderen
internationalen Studenten dankenswerter Weise geklärt. Super oder? Nach dem Meeting habe ich mich mit meinen Eltern getroffen, die die Zeit genutzt hatten und sich Lund angeschaut haben. Bevor wir zurück nach Dänemark fahren sollten, wollte ich noch unbedingt zur SEB um ein Bankkonto zu eröffnen. Die SEB ist eine von zwei Banken in Lund, die ein Konto für internationale Studenten ohne schwedische Sozialnummer öffnen. Dort angekommen, wurde ich enttäuscht. Ich hatte alle Unterlagen dabei, die mir die Uni genannt hatte, die ich bei der Bank brauchen würde. Bei der Bank wurde mir dann gesagt, dass mir noch ein weiteres Schriftstück fehlt. Einen Beweis, dass ich mich beim Migrationsverket registriert habe. Alle EU-Bürger müssen dies tun, wenn sie länger als drei Monate in Schweden leben wollen. Eine schwedische Sozialnummer hingegen bekommt man erst dann, wenn man länger als 12 Monate bleiben wird. So sind wir noch zum ICA gefahren und haben ein paar Lebensmittel und Getränke für die Rückfahrt gekauft, da das Essen am Bord der Fähre ganz schon kostspielig ist. In der Nähe haben wir unsere Freunde wieder aufgelesen und sind zurück nach Göteborg gefahren, wo wir rechtzeitig die Fähre nach Frederikshavn erreicht haben.
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