Dienstag, 29. Oktober 2013

Nationalmuseet København & Kulturen Lund


Drei Exkursionen, in zwei Museen, in einem Monat. Das war alles in diesem Monat. Den Anfang machte die Archäologie.
Am 17. Oktober sind wir früh aufgebrochen und sind auf kosten der Universität mit dem Zug nach Kopenhagen ins Nationalmuseum gefahren. Es war natürlich wunderbares Wetter für einen Museumsbesuch, denn es war kalt und es regnete. (:  Dort findet nämlich seit dem 22. Juni eine unglaublich tolle Wikinger Ausstellung statt, die vom Nationalmuseum Kopenhagen, vom Britischen Museum London und vom Museum für Vor- und Frühgeschichte - Staatliche Museen zu Berlin organisiert wird. Zu dieser Ausstellung wurden Objekte aus 12 verschiedenen Museen zusammen getragen. Die Ausstellung ist noch bis zum 17. November in Kopenhagen zu sehen bevor sie nach London umzieht und dann schließlich nach Berlin (2014/2105). Das Hauptausstellungsstück ist ein 37 Meter langes Wikingerschiff, dass in Roskilde gefunden wurde. Im Nationalmuseum ist die Ausstellung komplett kostenlos zu sehen, was natürlich ein dickes Plus von uns allen gab. Dadurch, dass wir auch eine angemeldete Gruppe waren, mussten wir nicht warten. Die Aufteilung der Ausstellung ist sehr übersichtlich gestaltet worden. Zuerst läuft man durch einen allgemeinen Bereich, der generelle Informationen über die Welt der Wikinger liefert. Als nächstes kommt man in den Bereich 'Togter og Krig' (Raubzug und Krieg). Dieser Bereich wurde durch Projektionen von Flammen an den Wänden klar gekennzeichnet. Sobald man diesen Bereich hinter sich gelassen hat kommt man zum Hauptausstellungsstück, dem Schiff. Es gab eine kleine Tribüne von der aus man das Schiff genauer betrachten konnte. Außerdem gab es dort auch einige Sitzmöglichkeiten um die Projektion im Hintergrund des Schiffes genießen zu können. Bei der kleinen Projektion erlebt man wie das Schiff aus der Heimat ausfährt, wie es eine kleine Seeschlacht gibt und das Schiff dann wieder zurück in die Heimat fährt. Als nächstes kommt man zum Bereich 'Macht und Ehre'. Direkt hinter der Kopie des Jelling Runenstein beginnt der Bereich 'Glaube und Ritual'. Zum Ende geht man noch durch den Bereich 'Schiffsbau' und bekommt einige Werkzeuge zu sehen. Außerdem eine interessante Erklärung aus welchen Teilen eines Baumes welches Schiffsteil produziert wurde. Diese gesamte Ausstellung ist für Kinder ebenfalls höchst geeignet. Ich habe zwar nicht alles ausprobiert, dennoch gibt es viel für Kinder und kindlich gebliebene Erwachsene. Gleich zu Anfang kann man sich ein Objekt nehmen, dass man dort auch registriert. Mit diesem Objekt geht man durch die Ausstellung. Immer wieder in jedem Bereich gibt es eine Station an der man sein Objekt auflegt. Was jedoch dabei passiert, kann ich leider nicht sagen (das ist genau der Teil den ich nicht ausprobiert habe). Beim Schiff selber kann man sich eine volle Wikingerausrüstung anlegen. Außerdem gibt es dort noch ein paar Holzschwerter und Holzschilder für Kinder. Am Ende, bevor man die Ausstellung verlässt gibt es noch einen projizierten Runenstein vor dem ein Terminal steht, an dem man eine Botschaft eintippen kann. Das Programm wandelt die Botschaft in Runen um und projiziert sie dann auf den Runenstein. Wir sind danach noch in die Dauerausstellungen gegangen, die sich auf jeden Fall lohnen anzuschauen. Man sollte sich allerdings einen gesamten Tag für das Museum vornehmen, wenn man alles ansehen möchte. Hier ein paar Eindrücke der Wikingerausstellung:








Am Tag darauf fand gleich die nächste Exkursion in das Kulturmuseum 'Kulturen' in Lund statt. Hierhin bin ich mit dem Kurs 'Introduction to Scandinavian Culture und Society' gegangen. Ich hätte niemals vermutet, dass sich hinter dem einfachen weißen Gebäude ein riesiges Areal verbirgt auf dem mehrere Gebäude aus verschiedenen Epochen Südschwedens stehen würden. Wir sind nicht in die Ausstellungen im weißen Gebäude gegangen, sondern sind direkt raus auf das große Areal zur alten roten Holzkirche (Bosebo Kyrkan). Dort haben wir uns die Bänke gesetzt. Unsere Dozentin hat erst einmal allgemeine Informationen zum Museum genannt und uns dann Karten ausgeteilt. Wir haben eine Stunde Zeit bekommen um uns ausgewählte Gebäude anzuschauen (zu mehr hätte die Zeit einfach nicht gereicht) und zu diesen Fragen auf einem Arbeitsblatt zu beantworten. Das Museum ist wirklich toll. Im Sommer bzw. Frühling, haben wir uns sagen lassen, laufen auf dem Areal noch zusätzlich Tiere, wie Hühner und Schafe herum.
Am Dienstag, den 22. Oktober habe ich dann noch einmal die Gelegenheit bekommen zu Kulturen zu gehen. An diesem Tag fand unsere zweite Exkursion in der Archäologie statt. Diesmal haben wir uns auf den Wikingerzeitlichen Teil der Metropolitan-Ausstellung im weißen Gebäude konzentriert. Unsere Exkursion war viel früher als erwartet beendet, da wir ursprünglich noch ins archäologische Museum in Lund gehen wollten. Dort wurde aber in der Nacht zuvor eingebrochen, daher konnten wir nicht in dieses Museum gehen. Dafür hatten wir am Ende viel Zeit um den Rest des Museum genauer anzuschauen. 
Hier ein Foto vom inneren der Bosebo Kyrkan:


Das archäologische Museum werde ich dann ein anderes Mal besuchen. Ich muss da auf jeden Fall hin. Schon allein wegen der Funde, die in Uppåkra gemacht wurden, dass gerade vor den 'Toren' Lunds liegt. 

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