Gestern, am 28. Oktober, bin ich nichts ahnend in die Küche gekommen und habe ein paar Korridor-Mitbewohner getroffen, die vor dem Wetterbericht saßen und gespannt zugehört haben.
Bis zu dem Zeitpunkt habe ich nichts davon gehört, dass ein Sturm auf dem Weg nach Südschweden ist. Simone sollte uns gegen 16 Uhr voll treffen mit Windstärken bis zu 29 m/s. Ich hatte an dem Tag keine Uni und saß daher eher in meinem Zimmer und habe ein Buch gelesen (Wallander). Gegen Mittag habe ich den TV wieder angemacht und gehört, dass für unsere Region die Sturmwarnung Stufe 3 ausgegeben wurde (das ist hier die höchste Stufe). Gegen 14 Uhr habe ich dann eine Meldung von der Uni bekommen, in der gesagt wurde, dass sich jeder so schnell wie möglich nach Hause begeben sollte, da ab 16 Uhr kein Zug mehr fährt und die Busse keine Reisegarantie mehr geben. Es begann auch immer stärker zu winden und zu regnen. Zwischendurch kam zwar die Sonne durch, aber so ziemlich genau gegen 16 Uhr war der Wind so stark, dass Äste von den Bäumen fielen und meine Fenster ratterten. Hier ein kleines Video, dass ich mal gemacht habe:
Am Abend, gegen 18 Uhr hab ich mich dennoch fertig gemacht um zum FHA ins Institutszentrum zu kommen. Ich habe mir meine Kopfhörer noch genommen als Ohrenschützer gegen den Wind. Dann bin ich losgelaufen. Ich habe nur 20 Minuten gebraucht um dorthin zu kommen. Der Wind war ziemlich stark und an manchen Stellen hätte es mich fast umgehauen. Aber ich bin dort sicher angekommen. Auch die anderen sind gut angekommen. So hatten wir zusammen noch einen schönen Abend, obwohl der Wind so stark war, dass die Fenster sich nach Innen gebogen haben. Zurück bin ich auch wieder gelaufen. Offensichtlich fuhr doch noch meine Buslinie, aber ich habe sie verpasst. Und ich habe es nicht eingesehen eine halbe Stunde im Sturm herum zu stehen. Da war es wirklich besser nach Hause zu laufen und so hatte ich einen Sturmspaziergang ;)
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